Inhaltsverzeichnis
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Zum ersten Mal seit Beginn der Gallup-Erhebungen zum Wohlbefinden von Beschäftigten geben in den USA mehr Menschen an, in ihrem Leben zu kämpfen (49 %), als sich insgesamt wohl und erfolgreich zu fühlen (46 %). Die Folgen zeigen sich auch am Arbeitsplatz: Mitarbeiter mit hohem Wohlbefinden fehlen aufgrund gesundheitlicher Probleme 53 % seltener und suchen 32 % seltener aktiv nach einem neuen Arbeitgeber.
Die gute Nachricht: Unternehmen können das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter aktiv fördern und nachhaltig verbessern. Kontinuierliche Investitionen in entsprechende Programme können Burnout und Fluktuation reduzieren sowie Engagement und Produktivität steigern.
Erfahren Sie, wie Sie gezielt in Ihre Mitarbeiter investieren und eine gesunde Unternehmenskultur schaffen – auf Basis einer durchdachten Wellness-Strategie.
Das Wichtigste in Kürze
- Wohlbefinden am Arbeitsplatz beschreibt, wie es Ihren Mitarbeitern sowohl beruflich als auch privat geht.
- Das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter zeigt, welchen Stellenwert Menschen in Ihrem Unternehmen haben. Gleichzeitig wirkt es sich unmittelbar auf die Leistungsfähigkeit und Gesundheit des gesamten Unternehmens aus.
- Mitarbeiter mit hohem Wohlbefinden sind deutlich seltener von Burnout betroffen und verlassen das Unternehmen weniger häufig.
- Schon vergleichsweise einfache Maßnahmen, etwa flexible Arbeitszeiten oder klarere Grenzen zwischen Beruf und Privatleben, können das Wohlbefinden der Belegschaft spürbar verbessern.
- Richtig eingesetzt kann Technologie einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden der Mitarbeiter leisten. Moderne Plattformen erleichtern zudem die Kommunikation und schaffen bessere Möglichkeiten für Feedback und Austausch.
Was bedeutet Wohlbefinden am Arbeitsplatz?
Wohlbefinden am Arbeitsplatz umfasst weit mehr als Karriereentwicklung oder Arbeitsleistung. Berufliches Wohlbefinden ist zwar ein wichtiger Bestandteil, bildet jedoch nur einen Teil eines umfassenderen Gesamtbildes. Dazu gehören außerdem:- Körperliches Wohlbefinden, das die Gesundheit des Körpers beschreibt. Typische Maßnahmen konzentrieren sich auf Ernährung, Bewegung und ausreichend Schlaf.
- Mentales und emotionales Wohlbefindenbeschreibt die psychische und emotionale Gesundheit eines Menschen. Im Mittelpunkt stehen hier häufig Stressbewältigung, Burnout-Prävention sowie der Zugang zu Angeboten für die psychische Gesundheit.
- Finanzielles Wohlbefinden beschreibt die persönliche finanzielle Situation eines Mitarbeiters. Typische Maßnahmen umfassen Unterstützung bei der Finanzplanung, beim Schuldenabbau und bei der Altersvorsorge.
- Soziales Wohlbefindenbeschreibt die Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen und das Gemeinschaftsgefühl im Arbeitsumfeld. Zur Förderung gehören häufig Teambuilding-Maßnahmen sowie Möglichkeiten für soziales oder ehrenamtliches Engagement.
Gemeinsam ergeben diese vier Dimensionen ein ganzheitliches Bild davon, wie es einem Mitarbeiter in den verschiedenen Bereichen seines Lebens geht.
Warum ist das Wohlbefinden der Mitarbeiter so wichtig?
Es gibt zwei gute Gründe, dem Wohlbefinden am Arbeitsplatz hohe Priorität einzuräumen, und beide verstärken sich gegenseitig. Der erste liegt auf der Hand. Führungskräften liegt das Wohlergehen ihrer Mitarbeiter am Herzen. Die Förderung des Wohlbefindens ist ein sichtbarer Ausdruck dieser Verantwortung.
Der zweite Grund ist wirtschaftlicher Natur. Eine Studie von Deloitte im Vereinigten Königreich zeigt, dass psychische Belastungen Arbeitgeber jährlich rund 51 Milliarden Pfund kosten. Jedes Pfund, das in die Förderung von psychischer Gesundheit und Wohlbefinden investiert wird, bringt Unternehmen durchschnittlich rund 4,70 Pfund an zusätzlicher Produktivität zurück. Wer das Wohlbefinden seiner Mitarbeiter konsequent in den Mittelpunkt stellt, kann die wirtschaftlichen Ergebnisse des Unternehmens nachhaltig verbessern.
Produktivität steigern und Burnout vorbeugen
Heute ist das Wohlbefinden am Arbeitsplatz wichtiger denn je für die Produktivität eines Unternehmens. Menschen können ihr volles Potenzial nur dann entfalten, wenn sie sich körperlich und mental wohlfühlen. Faktoren wie verschwimmende Grenzen zwischen Beruf und Privatleben oder Personalmangel führen jedoch häufig zu Frustration, Erschöpfung und Kündigungsabsichten.
Hohe Fluktuation zählt zu den größten Produktivitätsbremsen. Verlässt ein Mitarbeiter das Unternehmen, bleibt die zusätzliche Arbeit oft bei den verbleibenden Kollegen hängen. Dieser Kreislauf kann Burnout weiter verstärken.
Unternehmen können diesem Problem aktiv begegnen, indem sie das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter gezielt fördern. Dazu gehört beispielsweise die Weiterentwicklung bestehender Wellness-Angebote durch Maßnahmen zur Stressbewältigung und zur Verbesserung der Work-Life-Balance.
Auch Technologie kann einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden der Mitarbeiterleisten, beispielsweise in Form moderner Lösungen für Mitarbeiterfeedback und Mitarbeiterbindung. Tools wie Mitarbeiterbefragungen helfen dabei, Stimmungen, Bedürfnisse und das Engagement der Belegschaft sichtbar zu machen. Das dadurch gewonnene Feedback liefert wertvolle Erkenntnisse und unterstützt Führungskräfte dabei, fundierte Entscheidungen zur Weiterentwicklung ihrer Wellness-Strategie zu treffen.
Mögliche Maßnahmen zur Förderung des Wohlbefindens
- Stellen Sie Ihren Mitarbeitern zusätzliche bezahlte Freistellungstage für ihre mentale Gesundheit zur Verfügung und ermutigen Sie sie ausdrücklich, diese auch zu nutzen. So können sie neue Energie tanken, ohne dafür Urlaubstage einsetzen zu müssen. Dayforce gewährt seinen Mitarbeitern beispielsweise zwei zusätzliche Wellness-Tage pro Jahr.
- Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter, klare Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben zu ziehen; etwa indem sie außerhalb der Arbeitszeit nicht auf Anrufe, Nachrichten oder E-Mails reagieren müssen, sofern dies nicht ausdrücklich Teil ihrer Aufgabe ist. So bleibt mehr Raum für Familie, Erholung und Freizeit.
- Schulen Sie Führungskräfte darin, frühe Warnsignale von Burnout zu erkennen, damit sie betroffene Mitarbeiter rechtzeitig unterstützen können.
- Prüfen Sie die Bezuschussung von Fitnessstudio-Mitgliedschaften oder vergleichbaren Gesundheitsangeboten. Körperliche und mentale Gesundheit beeinflussen sich gegenseitig positiv. Schon kleinere Investitionen senden ein starkes Signal, dass beide Themen im Unternehmen ernst genommen werden.
- Überprüfen Sie Ihr Benefit-Angebot regelmäßig, um sicherzustellen, dass es den aktuellen Bedürfnissen Ihrer Mitarbeiter entspricht.
Fluktuation durch eine bessere Work-Life-Balance reduzieren
Fehlendes Engagement und hohe Fluktuation hängen eng mit dem Wohlbefinden der Mitarbeiter zusammen. Laut der Society for Human Resource Management (SHRM) denken engagierte Mitarbeiter 73 % seltener über einen Arbeitgeberwechsel nach.
Unternehmen, die in das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter investieren, schaffen Bindungsgründe, die weit über das Gehalt hinausgehen. Mitarbeiter fühlen sich dadurch unterstützt, wertgeschätzt und respektiert. Gleichzeitig steigt die Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber, wenn der Arbeitsplatz nicht zur größten Stressquelle im Leben wird.
Mögliche Maßnahmen zur Förderung des Wohlbefindens
- Bieten Sie (wo immer möglich) flexible Arbeitszeiten sowie hybride oder mobile Arbeitsmodelle an, um die Work-Life-Balance Ihrer Mitarbeiter zu stärken.
- Schaffen Sie Möglichkeiten zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung, damit Mitarbeiter Perspektiven erkennen und ihre Zukunft aktiv gestalten können.
- Bieten Sie attraktive Vergütungs- und Benefit-Pakete an, damit finanzielle Sorgen den Arbeitsalltag nicht belasten und Mitarbeiter langfristig planen können.
- Führen Sie ein strukturiertes Anerkennungsprogramm ein oder entwickeln Sie bestehende Maßnahmen weiter, damit sich Mitarbeiter gesehen und wertgeschätzt fühlen.
Recruiting mit einer starken Unternehmenskultur erfolgreicher gestalten
Die Förderung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz kommt nicht nur den Mitarbeitern zugute. Sie ist zugleich eine wirkungsvolle Strategie für nachhaltigen Unternehmenserfolg.
Mitarbeiter sprechen auch außerhalb des Arbeitsplatzes über ihren Job, sowohl über positive als auch über negative Erfahrungen. Dabei spielt die Unternehmenskultur meist eine zentrale Rolle. Laut einer Studie der SHRM ist die Wahrscheinlichkeit einer hohen Arbeitszufriedenheit in positiven Unternehmenskulturen 5,7-mal höher.
Mitarbeiter sind die wichtigsten Botschafter Ihrer Unternehmenskultur. Fördert Ihre Unternehmenskultur das Wohlbefinden der Belegschaft, werden Mitarbeiter dies gerne nach außen tragen und damit Ihr Arbeitgeberimage stärken. Gleichzeitig sinkt die Wahrscheinlichkeit von Burnout und Kündigungen deutlich.
Mögliche Maßnahmen zur Förderung des Wohlbefindens
- Achten Sie darauf, dass Führungskräfte selbst mit gutem Beispiel vorangehen, etwa durch die bewusste Nutzung von Erholungszeiten oder das Setzen klarer Grenzen zwischen Beruf und Privatleben. So entsteht eine Kultur, in der Mitarbeiter dasselbe tun können.
- Führen Sie regelmäßig Stay-Interviews durch, um frühzeitig zu erfahren, wie es Ihren Mitarbeitern geht und welche Maßnahmen ihr Wohlbefinden weiter verbessern könnten.
- Zeigen Sie langfristiges Engagement für das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter, indem Sie Ihre Gesundheits- und Unterstützungsangebote kontinuierlich weiterentwickeln, beispielsweise durch die Einführung eines Employee Assistance Program (EAP).
Wohlbefinden am Arbeitsplatz trägt entscheidend zum Unternehmenserfolg bei
Der wirtschaftliche Nutzen einer konsequenten Wellness-Strategie liegt auf der Hand: Mitarbeiter mit hohem Wohlbefinden fehlen krankheitsbedingt 53 % seltener und suchen 32 % seltener aktiv nach einem neuen Arbeitgeber.
Eine starke Wellness-Strategie bietet Ihnen einen guten Ausgangspunkt. Doch die Menschen, die am besten wissen, was Ihr Team wirklich braucht, stehen bereits auf Ihrer Gehaltsliste. Beginnen Sie dort.
Wenn Sie diese Ansätze vertiefen möchten, finden Sie hier 7 Möglichkeiten zur Förderung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Wohlbefinden am Arbeitsplatz so wichtig?
Das Wohlbefinden am Arbeitsplatz ist wichtig, weil den meisten Führungskräften die Menschen in ihrem Unternehmen am Herzen liegen. Die Förderung des Wohlbefindens ist ein sichtbarer Ausdruck dieser Haltung. Hinzu kommt ein überzeugender wirtschaftlicher Nutzen. Gallup zufolge verursacht Burnout allein durch freiwillige Kündigungen Kosten in Höhe von 15 bis 20 Prozent der gesamten Entgeltsumme eines Unternehmens. In Mitarbeiter zu investieren bedeutet gleichzeitig, in den Erfolg des Unternehmens zu investieren.Welche Vorteile bieten Wellness-Programme am Arbeitsplatz?
Ein gut konzipiertes Wellness-Programm wirkt sich auf zahlreiche Unternehmensziele positiv aus. Mitarbeiter fehlen seltener und können sich stärker auf ihre Aufgaben konzentrieren. Zudem entwickeln sie sich eher zu Botschaftern Ihres Unternehmens, wenn sie in einer Unternehmenskultur arbeiten, die Wohlbefinden aktiv fördert.Kann Wohlbefinden am Arbeitsplatz die Mitarbeiterbindung stärken und die Fluktuation senken?
Ja, und die Zusammenhänge sind gut nachvollziehbar. Mitarbeiter, die sich unterstützt und wertgeschätzt fühlen, ziehen einen Arbeitgeberwechsel deutlich seltener in Betracht. Investitionen in ihr Wohlbefinden zahlen sich daher unmittelbar in Form höherer Mitarbeiterbindung aus. Eine Deloitte-Studie zeigt zudem, dass 64 % der Führungskräfte bereits über einen Jobwechsel nachgedacht haben, um ihre persönliche Lebensqualität und ihr Wohlbefinden zu verbessern.Wie beeinflusst Wohlbefinden am Arbeitsplatz die Produktivität?
Wohlbefinden und Produktivität stehen in direktem Zusammenhang. Mitarbeiter mit hohem Wohlbefinden fehlen aufgrund gesundheitlicher Probleme 53 % seltener und stehen dem Unternehmen dadurch zuverlässiger zur Verfügung. Darüber hinaus bringen sie mehr Energie, Motivation und Konzentration in ihre tägliche Arbeit ein. Diese Faktoren wirken sich langfristig positiv auf die individuelle und unternehmerische Leistung aus.Was zeichnet ein erfolgreiches Programm zur Förderung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz aus?
Ein erfolgreiches Wellness-Programm unterstützt Mitarbeiter kontinuierlich in allen wesentlichen Bereichen ihres Wohlbefindens. Dazu gehören:- Körperliches Wohlbefinden
- Mentales Wohlbefinden
- Emotionales Wohlbefinden
- Berufliches Wohlbefinden
- Finanzielles Wohlbefinden
- Soziales Wohlbefinden
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