HR verabschiedet sich von den Wohlfühlthemen - Mitarbeiterzufriedenheit allein überzeugt nicht mehr
Mehr Realitätscheck, weniger Bauchgefühl – live auf der Zukunft Personal Europe.
„HR verabschiedet sich gerade von den Wohlfühlthemen." Diesen Satz habe ich kürzlich im Personalmagazin gesagt. Ich weiß, er ist bewusst zugespitzt. Doch er trifft genau den Punkt, denn Mitarbeiterzufriedenheit allein ist heute kein Business Case mehr. Spätestens bei der Projektfreigabe durch den CFO reicht sie als Begründung nicht aus.

Inhaltsverzeichnis
Das ist keine Kampfansage an gute Arbeitsbedingungen, im Gegenteil. Ich habe nur nüchtern beschrieben, was ich gerade in fast jedem Kundengespräch höre, und zwar quer durch alle Branchen. Die Unternehmen stehen unter massivem Druck, müssen Kosten senken, produktiver werden und gleichzeitig die Leistung steigern. Das hat Folgen für die Personalabteilung, denn jedes Budget für HR-Projekte braucht sehr gute Argumente. Das Personalmanagement muss zeigen, welchen messbaren Beitrag es zu genau diesen Zielen leistet. Mit Sätzen wie „Die Leute sind dann zufriedener" macht man heutzutage kein Geld mehr locker.
Besonders deutlich wird der Druck dort, wo viele Menschen nicht im Büro arbeiten.
In der Filiale muss Umsatz gemacht werden.
In der Produktion müssen die Linien optimal besetzt sein.
In der Logistik müssen Pakete gepackt und pünktlich ausgeliefert werden.
All dies muss mit möglichst kosteneffizientem Personaleinsatz geschehen.
Hier wird die Produktivität nicht erst im Jahresgespräch besprochen, sie muss vielmehr in jeder einzelnen Schicht nachgewiesen werden.
Doch eigentlich beginnt das Problem viel früher und endet viel später.
Der gesamte Mitarbeiterlebenszyklus muss zusammenspielen.
Es geht darum, die richtigen Menschen zu finden, schnell einzustellen und an Bord zu nehmen, deren Fähigkeiten zu entwickeln, die richtigen Personen zur richtigen Zeit am richtigen Ort einzusetzen, Zeiten korrekt zu erfassen, richtig und pünktlich zu bezahlen, Leistung zu entwickeln und gute Leute möglichst lange zu halten.
Jeder dieser Schritte kostet Geld und jeder erzeugt Daten.
Alles andere ist ehrlich gesagt ziemlich viel Bauchgefühl. Und Bauchgefühl ist als Steuerungsinstrument irgendwann verdammt teuer. Natürlich zählt auch die Erfahrung von HR-Verantwortlichen, doch einen CFO überzeugt man mit einer Ahnung selten und mit einer belastbaren Zahl fast immer.
HR kippt deshalb aus meiner Sicht nicht die Wohlfühlthemen über Bord. Es hört allerdings damit auf, sie ohne Beleg zu verkaufen. Mitarbeiterzufriedenheit bleibt wichtig, keine Frage. Aber sie überzeugt erst dann, wenn sie sich mit Fluktuation, Produktivität und Kosten verbinden lässt. Und das geht nur mit klaren und transparenten Daten.
Genau darüber spreche ich auf der Zukunft Personal Europe.
In unserer Session „Garbage in! Intelligence out?" gehe ich gemeinsam mit Stefan Krause der Frage nach, warum die spannendste HR-Diskussion des Jahres bei der Datenqualität beginnt - und was das konkret für Produktion und Logistik bedeutet.
Zukunft Personal Europe
Dienstag, 16.09., 10:20–10:45 Uhr
Halle 4.2
Sie finden uns außerdem an Stand H.01.
Jetzt mit dem Code "EXC_Dayforce" ein kostenloses 3-Tages-Ticket für die Messe buchen.
Herzliche Grüße
Euer Tobias Goers
Am sichtbarsten wird das abseits des Schreibtisches
Besonders deutlich wird der Druck dort, wo viele Menschen nicht im Büro arbeiten. In der Filiale muss Umsatz gemacht werden.
In der Produktion müssen die Linien optimal besetzt sein.
In der Logistik müssen Pakete gepackt und pünktlich ausgeliefert werden.
All dies muss mit möglichst kosteneffizientem Personaleinsatz geschehen.
Hier wird die Produktivität nicht erst im Jahresgespräch besprochen, sie muss vielmehr in jeder einzelnen Schicht nachgewiesen werden.
Doch eigentlich beginnt das Problem viel früher und endet viel später.
Der gesamte Mitarbeiterlebenszyklus muss zusammenspielen.
Es geht darum, die richtigen Menschen zu finden, schnell einzustellen und an Bord zu nehmen, deren Fähigkeiten zu entwickeln, die richtigen Personen zur richtigen Zeit am richtigen Ort einzusetzen, Zeiten korrekt zu erfassen, richtig und pünktlich zu bezahlen, Leistung zu entwickeln und gute Leute möglichst lange zu halten.
Jeder dieser Schritte kostet Geld und jeder erzeugt Daten.
Zehn Systeme, zehn Wahrheiten – und genau ein Problem
Genau hier liegt der wunde Punkt. Um diesen Lebenszyklus zu steuern, brauche ich nicht zehn verschiedene Wahrheiten aus zehn verschiedenen Systemen. Ich brauche eine vernünftige und durchgängige Datenbasis über den gesamten Zyklus hinweg. Erst dann kann ich wirklich verstehen, was meine Belegschaft kostet, wo Produktivität verloren geht und wo ich besser werden kann.Alles andere ist ehrlich gesagt ziemlich viel Bauchgefühl. Und Bauchgefühl ist als Steuerungsinstrument irgendwann verdammt teuer. Natürlich zählt auch die Erfahrung von HR-Verantwortlichen, doch einen CFO überzeugt man mit einer Ahnung selten und mit einer belastbaren Zahl fast immer.
HR kippt deshalb aus meiner Sicht nicht die Wohlfühlthemen über Bord. Es hört allerdings damit auf, sie ohne Beleg zu verkaufen. Mitarbeiterzufriedenheit bleibt wichtig, keine Frage. Aber sie überzeugt erst dann, wenn sie sich mit Fluktuation, Produktivität und Kosten verbinden lässt. Und das geht nur mit klaren und transparenten Daten.
Datenqualität ist die eigentliche Frage
Eine Datenbasis ist nur so viel wert wie ihre Qualität. Wer widersprüchliche Zahlen aus Insellösungen zusammenträgt, produziert lediglich eine teure Illusion von Kontrolle. Anders ausgedrückt: „Garbage in, intelligence out" funktioniert auch mit richtig viel KI obendrauf nicht.Genau darüber spreche ich auf der Zukunft Personal Europe.
In unserer Session „Garbage in! Intelligence out?" gehe ich gemeinsam mit Stefan Krause der Frage nach, warum die spannendste HR-Diskussion des Jahres bei der Datenqualität beginnt - und was das konkret für Produktion und Logistik bedeutet.
Zukunft Personal Europe
Dienstag, 16.09., 10:20–10:45 Uhr
Halle 4.2
Sie finden uns außerdem an Stand H.01.
Jetzt mit dem Code "EXC_Dayforce" ein kostenloses 3-Tages-Ticket für die Messe buchen.
Herzliche Grüße
Euer Tobias Goers